NFL Playoffs: Spengemann on Cheers, Laments & January Football

Noch zwei Wochen der regulären NFL-Saison sind übrig, und so langsam steht fest, wer sich für die Playoffs ab dem 8. Januar qualifiziert hat und den Traum vom möglichen Super-Bowl-Sieg weiterträumen darf.

Jede einzelne Trainingseinheit seit dem Start der Vorbereitungsphase im Sommer, jeder Tropfen Schweiß und jede Blessur waren für aktuell 15 Teams vergebens investierte Mühe. Von den Las Vegas Raiders bis hin zu den New York Giants, die am unteren Ende der Tabelle stehen, hat es aber auch überraschend Favoriten und Top-Teams wie die Kansas City Chiefs und Cincinnati Bengals erwischt.

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Quelle: BILD/NFL

Nach den Spielen am Weihnachtsabend steht nun auch fest, wer ebenfalls seine Chancen noch kurz vor der Ziellinie früh verspielt hat.

Die Detroit Lions haben seit ihrer Niederlage im NFC-Finale vor drei Jahren und dem Aus letztes Jahr in der Divisional Round nun sogar das Ticket für die Playoffs verspielt. Ein Abwärtstrend, der Sorgen machen kann. Es herrscht Katerstimmung bei den Löwen. War es das mit den Hoffnungen Detroits, endlich den ersten Titel zu holen? Zerfällt das vormals so dominante Team an dieser bitteren Niederlage?

Detroit scheint entzaubert zu sein. Der Abgang des Offensive Coordinators Ben Johnson zum direkten Divisionsrivalen Chicago Bears hat doch einen größeren Schaden hinterlassen, als es zu Beginn den Anschein hatte. Detroits Spieler wie Amon-Ra St. Brown, die sich vor der Partie via Social Media traurig darüber äußerten, dass sie statt mit der eigenen Familie unter dem Baum Bescherung feiern zu können, auswärts in Minnesota ranmussten, gerieten bei den Vikings komplett unter die Räder. Lions-Spielmacher Jared Goff biss sich an dem Bollwerk der Vikings-Defense von Coach Brian Flores regelrecht die Zähne aus.

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Der Sieg der Vikings war nicht schön anzusehen, aber er war immerhin geschichtsträchtig. Minnesotas Rookie-Spielmacher Max Brosmer schaffte gerade mal drei Yards zu erwerfen. Nein, ich habe mich nicht vertippt. Nur drei Yards in der gesamten Partie – und trotzdem gewannen die Vikings. Nach 1987 und 2000 erst das dritte Team in der langen Geschichte der NFL, das mit weniger als zehn Yards durch die Luft ein Spiel gewinnen konnte. Sechs Ballverluste der Lions waren Geschenke, die die Vikings dankend annahmen und durch ihren Kicker Will Reichard stets in Punkte ummünzten.

Gerade mal zehn Punkte schafften die Lions auf die Anzeigentafel. Ein ernüchterndes Ergebnis für das Team, das mit so großen Erwartungen in die Saison gestartet war. Es wirkt, als sei es still, leise und heimlich zu einem Machtwechsel im Norden gekommen.

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Die Chicago Bears scheinen die neuen Lions zu sein.

Chicago landete zum Abschluss der letzten Spielzeit noch abgeschlagen auf dem letzten Platz der NFC North und entschied sich, einem neuen Headcoach die Verantwortung zu übertragen. Die Wahl fiel ausgerechnet auf Ben Johnson vom Erzrivalen aus Detroit.

Mit der Ankunft von Johnson kam aber auch der Aufwind. Der junge Spielmacher Caleb Williams steigerte sich von Woche zu Woche und spielt aktuell teilweise in einer ganz eigenen Liga. Die Niederlage der Lions ließ aber nicht nur die Bears und ihre Fans richtig jubeln, sondern auch die Anhänger der Green Bay Packers.

Denn Green Bay hat nun den Platz zwei hinter den Bears sicher und kann damit auch schon den Fokus auf ihr eigenes Playoff-Spiel in der zweiten Januarwoche legen. Des einen Freud ist eben auch in der NFL des anderen Leid.

So wie Detroit kann es aber auch noch das ein oder andere Team kurz vor der Ziellinie erwischen. Das Rennen um die verbleibenden begehrten Plätze in der kommenden K.-o.-Runde ist eng. Richtig eng.

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So haben es zum Beispiel die Baltimore Ravens nicht mehr alleine in der eigenen Hand, wie ihre Zukunft aussieht. Das Team um Quarterback Lamar Jackson galt für viele vor dem Start der Saison als eine Bank, wenn es um Wetten auf die Playoff-Teilnahme ging. Speziell da die Kombination von Jackson mit dem Power-Runningback Derrick Henry auf dem Papier Explosivität pur verhieß. Doch irgendwie war teilweise Sand im Getriebe der Angriffsmaschine der Ravens. Nur sieben Siege konnte das Team von Coach Harbaugh einfahren. Zu wenig für dieses topbesetzte Team.

Und nun heißt es nicht nur „Siegen“, sondern dazu auch „Hoffen“. Die Ravens müssen am Sonntag gegen die Packers auf Teufel komm raus einen Sieg einfahren. Das wäre aber nur die halbe Miete. Alles entscheidend für Baltimore ist, ob die Pittsburgh Steelers ihr Spiel gewinnen oder verlieren.

Schafft es Aaron Rodgers nicht, mit seinen Steelers die starke Browns-Defense zu besiegen, lebt die Hoffnung der Ravens weiter. Siegen die Steelers, war es das für Baltimore.

Dann wird es in den Büroräumen der Ravens in der Offseason heftige Diskussionen über die eine oder andere Personalie geben. Allen voran wird dann heftig über die Zukunft von Lamar Jackson gestritten werden. Zu schwankend waren seine Leistungen in dieser Saison. Dazu gab es noch den ein oder anderen Moment abseits des reinen Spielbetriebs von Jackson, der Fans und Teamverantwortliche teilweise sprachlos machte.

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Doch die Ravens sind nicht alleine mit ihrem Schicksal. Auch die Indianapolis Colts, die in der ersten Hälfte der Saison für viele als heißester Anwärter auf eine Teilnahme am Super Bowl galten, müssen mit acht Siegen und sieben Niederlagen zittern. Es lief alles rund bei den Colts. So rund, dass sich die Teambesitzerin Irsay sogar entschied, im Laufe der Saison „All In“ zu gehen und für kostbare Draft-Picks Cornerback Sauce Gardner von den New York Jets zu holen.

Doch es sollte anders kommen, als von den Colts erhofft. Erst verletzte sich Spielmacher Daniel Jones, und kurz danach musste auch Gardner die Saison vorzeitig beenden. Guter Rat war plötzlich teuer. Die Colts wählten dann einen Weg, um die Saison am Laufen zu halten, mit dem so niemand gerechnet hatte. Da in Indianapolis auch der Ersatzspielmacher Richardson verletzungsbedingt nicht einsatzbereit war, rief das Team beim 44-jährigen Football-Rentner Philip Rivers an.

Doch seit seiner Ankunft vor knapp zwei Wochen blieben die erwarteten Siege aus. Und das heißt für die Colts jetzt: Vollgas – und gleichzeitig beten und hoffen.

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Indianapolis’ gesamte Hoffnung liegt in den Händen von Justin Herbert und den LA Chargers. Nur wenn die Texans in Los Angeles verlieren und die Colts selbst gegen die Jacksonville Jaguars gewinnen können, dürfen sie weiter hoffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies passiert, speziell da die Jaguars mit ihrem Spielmacher sich in den letzten Wochen in einen regelrechten Rausch gespielt haben, ist eher bei null.

Aber Wunder soll es ja geben. Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit eher bei null liegt. Für uns Footballfans bedeuten diese Spiele Spannung pur. Und damit ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk.

Mehr NFL gibt es im Podcast. Jeden Montag und Freitag nehme ich hier mit meinem Kollegen Mike Stiefelhagen alles unter die Lupe, was rund um den Spieltag Thema ist. Von der Analyse der einzelnen Partien bis hin zu den neuesten News ist immer alles dabei, was das Football-Fanherz begehrt.

Marcus Cole

Marcus Cole is a senior football analyst at Archysport with over a decade of experience covering the NFL, college football, and international football leagues. A former NCAA Division I player turned journalist, Marcus brings an insider's understanding of the game to every breakdown. His work focuses on tactical analysis, draft evaluations, and in-depth game previews. When he's not breaking down film, Marcus covers the intersection of football culture and the communities it shapes across America.

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