Trainer-Beben in der Bundesliga!
Nach dem 1:1 gegen Gladbach und dem zehnten Werder-Spiel ohne Sieg haben die Bremer reagiert. Erst hatte Manager Clemens Fritz (45) seinem Trainer Horst Steffen (56) die Jobgarantie entzogen („Wir müssen das Spiel sacken lassen und in Ruhe analysieren“). Jetzt ist die Zukunftsfrage bei Steffen beantwortet.
Trainer-Entscheidung bei Werder gefallen
Um 9.46 Uhr berichtete BILD von der Entlassung des Cheftrainers, der erst im Sommer als Nachfolger von Ole Werner (37/jetzt Leipzig) verpflichtet wurde. Fünf Minuten später wurde das Steffen-Aus von Werder bestätigt.
Fritz: „Es war eine schwere Entscheidung, aber wir haben nicht mehr die Überzeugung, dass Horst den Turnaround nach dieser langen Serie ohne Sieg gemeinsam mit der Mannschaft schaffen wird. Diese Erkenntnis wiegt natürlich schwer, gerade weil wir Horst sehr schätzen, aber sie ist das Ergebnis aus der Analyse der sportlichen Situation und den Gesprächen, die wir zuletzt geführt haben. Daher haben wir entschieden, Horst freizustellen.“
Nach dem Gladbach-Spiel hatte sich die sportliche Leitung des Klubs zum Krisengipfel zusammengefunden. Am Ende bekam Steffen nach nur 19 Punkten aus 20 Spielen die Papiere. Die Bremer (letzter Sieg: 7. November gegen Wolfsburg) sind nur noch einen Punkt vom Relegationsplatz entfernt.
Die bisherigen Co-Trainer Raphael Duarte (29) und Christian Groß (36) übernehmen das Training. Wer am kommenden Samstag (15.30 Uhr, Sky) beim Spiel in Freiburg auf der Bank sitzen wird, steht noch nicht fest. Fritz: „Wir sind intensiv auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer und werden uns die nötige Zeit nehmen, um die für Werder beste Lösung zu finden.“
Steffen war von Zweitligist Elversberg an Weser gewechselt. Die Saarländer hatte er von der Regionalliga bis fast in die Bundesliga geführt. Nach ordentlichem Start schlitterte er in eine Krise, die ihn nun den Job kostete.
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