Von wegen entspannter Einstand!
Der neue Mainz-05-Trainer Urs Fischer erlebt bei seiner Premiere in der Conference League beim 1:1 bei Lech Posen direkt ein nervenaufreibendes Spiel, wo selbst der sonst so besonnene Schweizer richtig laut wird.
▶︎ 40. Minute: Foulelfmeter für Posen. Ishak ganz cool im Panenka-Stil in die Mitte. Sein Trainer Niels Frederiksen schlägt die Hände vors Gesicht. Zuvor wurde minutenlang vom Video-Schiri gecheckt. Der gefoulte Palma war zuvor klar mit der Hand am Ball.
Ganz bitter für die Mainzer, die im Gegenzug einer Ecke einen möglichen Elfmeter nach Foul an Kohr nicht bekommen.
Fischer brüllt auf dem Weg in die Kabine über die Schiedsrichter-Entscheidungen: „Das ist ja Wahnsinn!“
Noch mehr Grund, um laut zu werden, bekommt der neuer FSV-Coach in der 66. Minute. Der bereits wegen Meckerns gelb-vorbelastete Veratschnig sieht nach einem taktischen Foul Gelb-Rot.
Ebenfalls bitter: Schon nach 26 Minuten gibt es die nächste Hiobsbotschaft für den Tabellenletzten der Bundesliga: Kapitän Widmer muss verletzt raus. Nach Amiri, Caci, Mwene und Zentner droht der nächste Ausfall.
Allerdings: Für Widmer kommt Kawasaki (28.). Der läuft 84 Sekunden nach seiner Einwechslung perfekt in eine Hollerbach-Flanke und drückt den Ball mit dem Knie zum 1:0 über die Linie. Der erste Pflichtspiel-Treffer für den Japaner. Fischer beweist ein goldenes Händchen und hat erstmals als Mainz-Trainer Grund zur Freude.
Durch das Unentschieden bleibt Mainz in der Tabelle der Conference League unter den Top-Acht. Nächste Woche brauchen die 05er am heimischen Bruchweg einen Sieg über den türkischen Vertreter Samsunspor, um sich direkt für das Achtelfinale zu qualifizieren. Das gibt Zeit, um sich auf den Abstiegskampf in der Bundesliga zu konzentrieren.
Zuvor geht es allerdings am Sonntag (17.30 Uhr/Live auf DAZN) in der Bundesliga zum FC Bayern.
Kommentator total baff!: Erfindet er HIER einen neuen Fußball-Trick?