Über den Tag ruckelte es noch ein bisschen. Am Abend ging es dann schnell. Der Wechsel von Ludovit Reis (25) zum belgischen Top-Klub FC Brügge ist perfekt.
Der HSV kassiert eine Sockel-Ablöse von 7 Millionen Euro, davon gehen 30 Prozent an Ex-Klub FC Barcelona. Auf Grund der Vereinbarung hatten die Hamburger den Mittelfeldspieler 2021 zunächst ablösefrei bekommen. Jetzt bleiben knapp 5 Mio. im Volkspark.
Hinzu kommen mögliche Bonus-Zahlungen von bis zu einer Million Euro. Sowie bei einem späteren Weiterverkauf eine Gewinn-Beteiligung von 20 Prozent.
Sport-Vorstand Stefan Kuntz (62) auf der Vereins-Homepage hsv.de: „Wir haben diesem Wunsch nun nach zahlreichen und intensiven Gesprächen schweren Herzens entsprochen.“
Und weiter: „Wir wollten sehr gerne mit Ludo weiterarbeiten, gemeinsam die nächsten Schritte in der Bundesliga gehen und ihn möglichst noch länger an den HSV binden, da er eine hervorragende Entwicklung genommen und sich im Team eine wichtige Position erarbeitet hat.“
Reis hatte den Verantwortlichen – neben Kuntz auch Trainer Merlin Polzin (34) und Sportdirektor Claus Costa (41) – in persönlichen Unterredungen klargemacht, dass er den Bundesliga-Aufsteiger trotz eines Kontraktes bis 2026 verlassen will.
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Eine vorzeitige Vertrags-Verlängerung war für ihn kein Thema.
Costa: „Der Abschied fällt uns alles andere als leicht, da Ludo als Spieler und auch als Mensch eine wichtige Rolle in unserem Team, in der Kabine und natürlich auf dem Platz ausgefüllt hat.“
Kuntz: „Der klar und deutlich formulierte Wechselwunsch sowie das finanziell wertige Ablöse-Angebot des Club Brügge haben schlussendlich zu der Entscheidung geführt, Ludovit Reis die Freigabe für einen Wechsel zu erteilen.“
Reis, der in vier Jahren 129 Pflichtspiele (20 Tore, 13 Assists) für Hamburg bestritt: „Mir ist diese Entscheidung nicht leichtgefallen, und ich gehe definitiv mit einem weinenden Auge, aber ich wollte diese Chance unbedingt ergreifen.“