Erleichterung breitete sich bei RB leipzig aus, als das Team endlich seinen ersten Sieg in der neu strukturierten Champions League einfahren konnte. Trainer Marco Rose, der zuletzt unter Druck stand, konnte durch den 2:1-erfolg (1:0) gegen Sporting Lissabon etwas aufatmen. Obwohl die Leipziger bereits aus dem Wettbewerb ausgeschieden waren,war der Sieg ein wichtiger Vertrauensschub vor dem anstehenden Bundesliga-Topspiel gegen Leverkusen am Samstag.
Schnelle tore sorgen für Spannung
Gegen den portugiesischen Meister,der ohne seinen Starstürmer Viktor Gyökeres in der Startelf auflief,gelang Benjamin Sesko in der 19. Minute die Führung. Die 33.468 Zuschauer im Stadion erlebten später jedoch noch ein Tor des eingewechselten Gyökeres, der in der 75. Minute den Ausgleich erzielte. Doch die Freude währte nur kurz: Yussuf Poulsen drehte das Spiel in der 78. Minute erneut zugunsten von RB Leipzig.
Interessant war auch die Unterstützung, die Sporting von den Rängen erhielt.Eigentlich hatte die UEFA den Fans des portugiesischen Clubs ein Auswärtsverbot erteilt, nachdem sie im Spiel gegen Brügge Pyrotechnik gezündet hatten. Dennoch gelang es etwa 300 Anhängern, über deutsche Kanäle Tickets zu erwerben.Sie wurden im Gästeblock platziert und sorgten in der 57. Minute für Aufsehen, als sie ein Feuerwerk entzündeten und ein Banner mit der Aufschrift „Fuck Uefa“ enthüllten.
Trotz der geringen Nachfrage für das sportlich unbedeutende Spiel war das Stadion etwas gefüllter als erwartet. RB Leipzig hatte Einsatzkräfte des Weihnachtsmarkt-Anschlags in Magdeburg eingeladen, von denen rund 400 das Angebot annahmen und das Spiel kostenlos besuchten.
Emotionen auf und neben dem Platz
Die Stimmung im Stadion war geprägt von Jubel und Enttäuschung. Während die RB-Fans den Sieg ihres Teams feierten, zeigten die Sporting-Anhänger ihre Unzufriedenheit mit der UEFA. Die Aktionen der Fans sorgten für zusätzliche Dynamik in einem ansonsten eher ruhigen Spiel.
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die erste vielversprechende Chance für Leipzig entstand bereits in der achten Minute, als eine Kombination über die rechte Seite zu loïs Openda führte. Sein Abschluss blieb jedoch ohne Gefahr. Elf Minuten später gelang es den Leipzigern erneut, eine gefährliche Situation zu kreieren. Nach einer Balleroberung durch Christoph Baumgartner landete der Ball vor Xavi Simons,der David Raum auf der linken Seite bediente. Raum spielte eine flache und präzise Hereingabe, die Benjamin Šeško nur noch ins Tor lenken musste.
Beide Teams zeigten sich in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe und lieferten sich ein temporeiches Duell.Maximiliano Araujo hatte in der 29. Minute die Gelegenheit zum Ausgleich, doch Baumgartner griff im letzten Moment ein und verhinderte das Tor.Kurz darauf schien David Raum den Führungstreffer zu erzielen,doch nach einer Überprüfung durch den Videobeweis wurde das Tor wegen Abseitsstellung von Openda annulliert. Kurz vor der Halbzeitpause bewies Raum erneut seine Defensivqualitäten, als er einen Schuss von Ivan Fresneda blockte, der im Strafraum frei stand.
Haidara trifft den Pfosten
Auch in der zweiten Halbzeit blieb das Spiel spannend und unterhaltsam. Xavi Simons zeigte in der 48. Minute eine beeindruckende Einzelleistung, als er zwei Verteidiger ausdribbelte, doch sein Schuss landete knapp über dem Tor. nur drei Minuten später traf Amadou Haidara aus der Distanz den Innenpfosten. Sporting Lissabons Trainer Rui borges reagierte daraufhin und brachte in der 55. Minute seinen Starstürmer Viktor Gyökeres ins Spiel.
Gyökeres benötigte etwa 20 Minuten, um sich ins Spiel zu finden. Dann jedoch zeigte er seine Klasse: Aus etwa 25 Metern distanzierte er sich von RB-Verteidiger Willi Orban und schoss den Ball präzise in den Winkel. Es war bereits sein sechster Treffer in sieben Spielen in der Königsklasse. Auf der anderen Seite konnte Yussuf Poulsen nicht an diese Quote anknüpfen,doch der Leipziger stürmer sorgte dennoch für den verdienten Ausgleich.