Coesfeld Bulls Coach Patrick Hille blickt auf die Saison 2026 zurück

Patrick Hille ist seit wenigen Wochen der Saison 2026 neuer Head Coach der Coesfeld Bulls Seniors – und blickt nun auf eine turbulente Spielzeit in der Landesliga NRW zurück, die das Team aus der Kreisstadt mit einer Bilanz von vier Siegen und sechs Niederlagen beendet hat. Gleichzeitig richtet der 33-Jährige den Blick bereits optimistisch auf 2027.

Die Beförderung kam für Hille „aus heiterem Himmel“. Als Tobias Kirsch berufsbedingt kürzertreten musste, war der Trainerstuhl plötzlich vakant. „Da habe ich in Absprache mit dem restlichen Trainerteam das Zepter übernommen“, sagt Hille. Für ihn sei das eine große Ehre – schließlich ist sein Name ohnehin eng mit den Bulls verknüpft: Im Herbst 2017 gehörte er zu den Gründern der American-Football-Abteilung der SG Coesfeld 06.””

Vom Spielfeld an den Seitenrand

Anfangs war Hille selbst auf dem Feld aktiv, zunächst als Safety in der Passverteidigung, später in der Defensive Line. Eine Knieverletzung zwang ihn jedoch an den Seitenrand: „Das Knie hat einfach nicht mehr mitgespielt.“ Seiner Leidenschaft den Rücken zu kehren kam für den Fan der Seattle Seahawks nicht infrage. Stattdessen engagierte er sich als Defensive Coordinator im Trainerteam der U16 – bis ihn die unerwartete Beförderung zum Head Coach der Seniors ereilte.”

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle

Wie Hille die Saison beschreibt, muss er nicht lange überlegen: „Turbulent!“ Nach dem Wiederaufbau im Jahr 2024 begann die Spielzeit vielversprechend mit einem 19:8-Auftaktsieg über die Windeck Giborim Mitte April, gefolgt von einem 36:0-Statement gegen die Krefeld Ravens Prospects. Doch dann kassierten die Bulls vier Pleiten in Folge – der Aufstiegszug war damit quasi abgefahren. „Wir standen uns mit blöden Fehlern immer wieder selbst im Weg, haben viele Spiele ultra-knapp verloren“, erklärt der Head Coach. Auch das personelle Karussell hielt den Coaching-Staff auf Trab: Mit Bekim Loshaj, Jens Osterkamp und zuletzt Frederick Kabrede brachte Hille gleich drei verschiedene Quarterbacks aufs Feld.””

Lichtblicke und Auszeichnungen zum Saisonabschluss

Dennoch gibt es Grund zur Hoffnung. Die Defense ließ gegnerische Offenses regelmäßig verzweifeln – „gegen den Meister haben wir zweimal wenig zugelassen“, verweist Hille auf die beiden knappen Niederlagen gegen die Oberhausen Tornados (6:16, 6:14). Zudem entwickelte die Offense im Endspurt zunehmend einen stabilen Flow. „Wenn wir es schaffen, uns besser abzustimmen, dann werden wir die knappen Spiele für uns entscheiden“, ist Hille überzeugt. Beim internen Saisonabschluss kürten die Bulls zudem ihre besten Akteure der Spielzeit 2026: Den Titel als Offensive MVP erhielt die gesamte Offensive Line als Einheit, während auf der anderen Seite des Balles ein Passverteidiger und Kicker als MVP ausgezeichnet wurde.””

Editor-in-Chief

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Daniel Richardson is the Editor-in-Chief of Archysport, where he leads the editorial team and oversees all published content across nine sport verticals. With over 15 years in sports journalism, Daniel has reported from the FIFA World Cup, the Olympic Games, NFL Super Bowls, NBA Finals, and Grand Slam tennis tournaments. He previously served as Senior Sports Editor at Reuters and holds a Master's degree in Journalism from Columbia University. Recognized by the Sports Journalists' Association for excellence in reporting, Daniel is a member of the International Sports Press Association (AIPS). His editorial philosophy centers on accuracy, depth, and fair coverage — ensuring every story published on Archysport meets the highest standards of sports journalism.

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