Italien gegen Belgien startete mit einem herben Rückschlag für die Squadra Azzurra, die im Heimspiel zum Auftakt mit 0:2 gegen die Roten Teufel verlor. Die von Belgien taktisch souverän geführte Partie brachte den Gastgebern zum Gruppenauftakt einen verdienten Dämpfer ein und setzte die Mannschaft unter Zugzwang für die kommenden Aufgaben.
Der Spielverlauf im Stadio Olimpico
Die Partie begann mit hohem Einsatz beider Teams, doch Belgien übernahm zunehmend die Kontrolle. Zwar versuchten die Italiener zu Beginn der zweiten Halbzeit das Spiel an sich zu reißen und agierten zielstrebiger, fanden gegen die kompakte Defensive der Gäste jedoch kaum verlässliche Mittel. Die Roten Teufel blieben defensiv stabil und setzten immer wieder gefährliche Nadelstiche im Konterspiel. In der 69. Minute nutzte der eingewechselte Dodi Lukébakio einen mustergültigen Konter zum 0:2, nachdem Nicolas Raskin und Charles De Ketelaere das Spiel schnell gemacht hatten. Lukébakio ließ den italienischen Verteidiger Scalvini mit einer Körpertäuschung ins Leere laufen und traf platziert ins linke untere Eck.

Vergebene Chancen und Frust in der Schlussphase
Italien hatte im Laufe der Partie Gelegenheiten, das Ergebnis offener zu gestalten. In der 87. Minute kam Scalvini nach einer Ecke völlig frei am zweiten Pfosten zum Abschluss, setzte den Ball jedoch über das Tor. Auch ein technisch anspruchsvoller Abschluss mit dem Außenrist von Calafiori verfehlte den Kasten knapp. In der Schlussphase schwanden bei den Hausherren sichtbar die Kräfte und die Überzeugung. Nach dem Schlusspfiff entlud sich der Frust in einer kurzen Auseinandersetzung zwischen dem italienischen Kapitän Gianluigi Donnarumma und Belgiens Romelu Lukaku, die Schiedsrichter Siebert mit gelben Karten für beide Spieler ahndete.
Tabellensituation und Ausblick
Mit dieser Auftaktniederlage steht die Squadra Azzurra im weiteren Verlauf der Gruppenphase früh unter Druck. Für Italien gilt es nun, den Fehlstart im anstehenden Duell gegen die Türkei aufzuarbeiten und wertvolles Selbstvertrauen zu tanken. Belgien reist indes mit Rückenwind weiter und trifft im nächsten Gruppenspiel auf den Gruppenfavoriten Frankreich, womit eine ungleich schwerere Aufgabe auf die Mannschaft von Trainer Mark van Bommel wartet.