Die deutschen Basketballerinnen haben bei der Heim-Weltmeisterschaft in Berlin mit einem 94:56-Kantersieg gegen Südkorea das Viertelfinale erreicht. Vor den Augen von Legende Dirk Nowitzki stürmte die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) am Dienstag in der Uber Arena unter die besten acht Teams des Turniers.
Ein starker Auftritt in Berlin vor den Augen von Dirk Nowitzki
Die deutsche Basketball-Party in der Hauptstadt nahm von Beginn an Fahrt auf. Bundestrainer Olaf Lange sah eine Mannschaft, die ihre körperliche Überlegenheit gegen die deutlich kleineren Spielerinnen aus Südkorea von der ersten Minute an ausspielte. Schon nach dem ersten Viertel lag Deutschland mit 23:14 in Führung, und zur Halbzeit war die Partie beim Stand von 46:29 praktisch entschieden. Marie Gülich ragte in der ersten Hälfte heraus und kam nach 20 Minuten bereits auf 14 Punkte, drei Rebounds sowie drei Assists.
„Wir haben herausragend verteidigt“, sagte Bundestrainer Lange nach der Partie, wie dpa berichtete. „Ich bin sehr zufrieden. Wir spielen gerade sehr gut. Dass wir im Viertelfinale stehen, ist schon mal super.“ Nach der klaren Auftaktniederlage gegen Spanien war es bereits der dritte Sieg in Serie für das DBB-Team. Auch die Doppelbelastung mit vier Spielen in fünf Tagen schien das Team nicht zu bremsen. Kapitänin Gülich erklärte im Vorfeld: „Wir haben alle so Bock, vor dieser Kulisse zu spielen, dass wir gar nicht groß darüber nachdenken, wie müde wir sind.“”””
Tiefenstaffelung und Führungswechsel im Kader
Dank des komfortablen Vorsprungs konnte Trainer Lange früh in der Partie munter durchwechseln. Noch vor der Pause kamen alle zwölf Spielerinnen des Kaders zum Einsatz. „Es ist sehr beruhigend zu wissen, dass wir Tiefe haben“, betonte Lange. Marie Gülich avancierte mit insgesamt 19 Punkten zur besten deutschen Werferin. Im dritten Viertel schraubte die DBB-Auswahl den Vorsprung zeitweise auf über 30 Punkte nach oben, während Südkorea vor allem aus der Distanz schwächelte. In einer Loge der Arena verfolgte der NBA-Champion von 2011, Dirk Nowitzki, das einseitige Geschehen in aller Gelassenheit.”
Auch im Schlussabschnitt hielt Deutschland das Tempo hoch. Spielerinnen wie Frieda Bühner, Luisa Geiselsöder und Alexandra Wilke trugen sich verlässlich in die Scorerliste ein. Magenta-Kommentator Alexander Frisch sprach im Liveticker (zitiert via Frankfurter Rundschau) von „einer Machtdemonstration der deutschen Basketball-Frauen“ und nähme das Weiterkommen als einen der größten Erfolge in der Geschichte des deutschen Frauen-Basketballs wahr.”
Das Viertelfinale gegen Europameister Belgien
Im Kampf um den Einzug ins Halbfinale wartet nun eine ungleich schwerere Hürde auf das deutsche Team. Am Donnerstag um 17.45 Uhr (live im Free-TV auf ProSieben Maxx sowie bei Magentasport) trifft die DBB-Auswahl auf Europameister und Mitfavorit Belgien. Die Belgierinnen um Superstar Emma Meesseman hatten sich zuvor als Gruppensieger direkt für das Viertelfinale qualifiziert. Bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr hatte es im Viertelfinale eine klare Niederlage gegen die Belgierinnen gegeben, weshalb Leonie Fiebich und ihre Teamkolleginnen nun auf Revanche brennen.

Dirk Nowitzki hat bereits angekündigt, auch beim wegweisenden Viertelfinalduell in Berlin wieder vor Ort zu sein. Dann dürfte der ehemalige NBA-Superstar nach Ansicht von Beobachtern ein deutlich engeres und spannenderes Match erleben.
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