Dem TSV 1860 München ist in der Regionalliga Bayern der langersehnte Befreiungsschlag gelungen, als die Mannschaft am dritten Spieltag einen klaren 3:0-Auswärtssieg beim FC Memmingen einfuhr. Nach einem durchwachsenen Saisonstart mit Unentschieden gegen Schweinfurt und Augsburg II blieben die Giesinger damit ungeschlagen, während auf den Rängen eine ausgelassene Stimmung herrschte, die im scharfen Kontrast zur noch ausbaufähigen spielerischen Leichtigkeit auf dem Rasen stand.
Frühe Führung durch Niederlechner setzt den Ton in Memmingen
Die Partie im kleinen Memminger Stadion begann mit laut starker Unterstützung der mitgereisten Fans, deren Trommeln und Gesänge sich spürbar auf das Team von Cheftrainer Alper Kayabunar übertrugen. Laut übereinstimmenden Berichten setzte der Coach wie bereits im Toto-Pokal beim 5:1 gegen den FC Wendelstein auf seine bewährte erste Elf, zu der unter anderem Torhüter Vitus Eicher, Dennis Dressel und Florian Niederlechner zählten. Die taktische Maßgabe zahlte sich in der 12. Minute aus, als Emre Erdogan auf der linken Seite des Strafraums viel Freiraum vorfand und mustergültig querlegte, sodass Niederlechner den Ball mühelos zum 1:0 über die Linie drücken konnte.
Defensive Stabilität und brenzlige Momente vor der Pause
Obwohl der Führungstreffer den Löwen mehr Sicherheit gab, blieben die Gastgeber aus dem Allgäu gefährlich und suchten immer wieder den Weg vor das Tor von Vitus Eicher. Dem FC Memmingen, der zuvor drei Siege aus drei Partien verbucht hatte, mangelte es in den entscheidenden Szenen jedoch an der nötigen Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Die kritischste Situation für die Münchner ereignete sich in der 34. Minute, als Kim-Bryan Paschek von der Grundlinie aus gefährlich abschloss. Nur eine akrobatische Rettungstat in letzter Sekunde durch Felix Weber bewahrte den TSV 1860 vor dem Ausgleich, da Schlussmann Eicher in dieser Szene bereits geschlagen gewesen wäre.
Fiedler und Eberwein machen den ersten Dreier perfekt
Nach dem Seitenwechsel hielten die Löwen den Druck aufrecht und bauten ihre Führung aus. In der 56. Minute war es Lance Fiedler, der nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum handlungsschnell reagierte und zum 2:0 traf. Die Gastgeber versuchten zwar zu antworten, fanden gegen die kompakte Giesinger Defensive jedoch kein Mittel mehr. Kurz vor dem Schlusspfiff, in der 89. Minute, setzte Michael Eberwein mit dem Treffer zum 3:0 den Schlusspunkt unter eine Partie, in der die Gäste ihre Klasse letztlich effektiv nutzten, auch wenn die spielerische Leichtigkeit laut Beobachtern noch Luft nach oben ließ.
Tabellensituation und Ausblick für die Löwen
Mit dem ersten Dreier der laufenden Regionalliga-Saison atmen Spieler, Verantwortliche und Anhänger beim TSV 1860 München erst einmal auf. Cheftrainer Kayabunar zeigte sich im Anschluss sichtlich erleichtert über den Ausgang der Auswärtspartie bei den zuvor so starken Allgäuern. Die Mannschaft bleibt in der Tabelle ungeschlagen und bereitet sich nun auf die kommenden Aufgaben vor, in denen die erkämpfte Energie in noch dominantere Auftritte auf dem Platz umgemünzt werden soll.
