Das ist der Super-GAU für Werder! Bei der Suche nach einem Nachfolger von Ex-Trainer Horst Steffen (56) müssen die Bremer den nächsten heftigen Rückschlag hinnehmen. Denn nachdem klar wurde, dass Däne Bo Henriksen (50) kein Kandidat mehr auf die Steffen-Nachfolge ist, hat nach BILD-Informationen auch Top-Favorit und Landsmann Bo Svensson (46) abgesagt. Nach Gesprächen am Montag hat er den Bremern mittlerweile mitgeteilt, dass er nicht zur Verfügung steht.
Ausschlaggebend waren dabei nicht andere lukrative Optionen. Svensson fehlte mit Blick auf Kaderqualität und Gesamtsituation schlicht die Überzeugung.
Werder-Manager Clemens Fritz (45)
Top-Favorit Bo Svensson sagt Werder Bremen ab
Für die Werder-Bosse um Clemens Fritz (45) ist das die nächste herbe Klatsche bei der Trainer-Suche. Bei beiden Wunschlösungen gehen die Bremer leer aus, müssen die Fahndung nun von vorn starten. Denn auch Favorit Nr. 2 Henriksen wird nicht der neue Werder-Trainer. Zu schwierig wären Verhandlungen mit Abstiegskampf-Konkurrent Mainz, wo er noch bis 2027 unter Vertrag steht. Zudem wird angezweifelt, ob er mit seiner extrem impulsiven Art zu Werder passt. Klar ist nur: Eine interne Lösung wird es nicht geben. Das hat Fritz bereits verdeutlicht.
Durch den Absagen-Hagel könnte daher eine Retter-Lösung in den Fokus rücken. Mit Dieter Hecking (61) stünde ein „Feuerwehrmann“ bereit. Der Name wurde bei Werder bereits diskutiert. In Bochum scheiterte die Mission Klassenerhalt im vergangenen Jahr, trotzdem verfügt er über genügend Bundesliga-Erfahrung (443 Spiele als Trainer).
Auch Daniel Thioune (51/zuletzt Düsseldorf) könnte zum Thema werden. Das Problem bei dem Ex-Fortunen: Thioune verfügt – genau wie Steffen – über keine Bundesliga-Erfahrung. Darüber hinaus ist er eben nicht die Wunschlösung. Keine optimalen Voraussetzungen für die Werder-Mission …
Eigentlich soll der neue Cheftrainer bereits am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gegen Freiburg auf der Bank sitzen. Doch dieses Szenario wird nun immer unwahrscheinlicher. Möglich, dass die Steffen-Assis Raphael Duarte (29) und Christian Groß (36) die Mannschaft betreuen.
Kein Trainer, kaum Transfers und der Absturz in den Tabellenkeller – Werder gibt momentan ein katastrophales Bild ab.