Doppelter Grund zum Jubel für die Fans der Telekom Baskets Bonn. Vor der Partie gegen Science City Jena gab Patrick Heckmann (33) per Grußbotschaft über die Videowand in der Halle seine Vertragsverlängerung bekannt. Dann untermauerte der Tabellen-Vierte durch ein souveränes 92:64 (48:36) gegen den Aufsteiger eindrucksvoll seine Ambitionen auf die Play-offs der Easycredit Basketball Bundesliga.
„Wir sind sehr zufrieden, wie die Mannschaft nach einer schwierigen Trainingswoche mit Verletzungen und einem neuen Spieler reagiert hat“, sagte Bonns Trainer Marko Stankovic (42).
Ein Extra-Lob gab es für Heckmann: „Er erfüllt im Grunde alles, was wir uns von ihm erwartet haben. Seit seiner Verpflichtung hat er maßgeblich zur Entwicklung des Teams beigetragen, was man auch an den zuletzt guten Ergebnissen sieht. Daher ist seine Vertragsverlängerung ein logischer Schritt hinsichtlich Kontinuität, Flexibilität und Erfahrung, was die Grundlage unseres Erfolgs bilden soll.“
Der Ex-Nationalspieler war in den letzten anderthalb Jahren als Edel-Verletzungsvertretung viermal von Verein zu Verein weitergereicht worden. Hamburg, Frankfurt, Bamberg, Bonn! „Wo mein Zuhause ist, ist tatsächlich schwer zu sagen“, gestand der „Big Man“ Anfang Dezember in SPORT BILD.
BBL: Telekom Baskets Bonn siegen und verlängern mit Patrick Heckmann
Jetzt kann sich Heckmann in Bonn einrichten. Der Champions-League-Sieger verlängerte seinen Vertrag bis 2027. Und er selbst strahlt: „Ich freue mich natürlich sehr darüber, dass die Baskets schon zum jetzigen Zeitpunkt auf mich zugekommen sind und mit meiner Leistung so zufrieden waren, dass sie den Vertrag auch für das nächste Jahr verlängern wollten. Ich fühle mich in Bonn sehr wohl. Es macht mir viel Spaß, mit den Jungs erfolgreichen Basketball zu spielen.“
Beim Kanter-Sieg gegen Jena machte Heckmann Heckmann-Sachen, steuerte in 20 Minuten grundsolide 8 Punkte und 3 Rebounds bei. Im Scheinwerferlicht stand Kollege Jeff Garrett (31). Der lieferte mit 20 Punkten und 10 Rebounds nicht nur ein „Double-Double“ ab, sondern knackte mit vier verwandelten Dreiern auch die 150er-Marke.
Die gesamte Magenta-Truppe startete in „5G“-Tempo. Das erste Viertel (37:21) war offensiv das beste der Saison! Jena kam nach der Pause zwar noch mal auf sechs Punkte ran, stellte sich aber mit insgesamt 22 Ballverlusten selbst ein Bein. Coach Björn Harmsen (43): „Wir waren heute relativ chancenlos. Bonn hatte am Ende 17 Würfe mehr als wir und 24 Punkte aus zweiten Wurfchancen gemacht. Wenn wir nach den Stopps nicht die Rebounds kontrollieren und so oft den Ball wegwerfen, dann haben wir wenig Möglichkeiten, das Spiel zu drehen.“
Worth a look