„Man sieht nur einen Spieler, der hinfällt!“
Böser Schwalben-Vorwurf von Augsburg-Trainer Manuel Baum (46) gegen Mainz-Star Stefan Bell (34). Selbst in der Pressekonferenz lange nach Abpfiff der 0:2-Niederlage des FCA kann sich Baum noch nicht beruhigen, steigert sich so sehr in das Thema hinein, dass er sogar sagt, er müsse nun seine Stürmer Kömür und Rodrigo in der Besprechung kommende Woche fragen, warum sie das nicht auch tun, sich nicht ebenfalls „einfach fallen lassen“ würden.
Diese Anschuldigungen bringen Bell, der in nun 301 Bundesliga-Spielen für Mainz nur einmal (mit Gelb-Rot) vom Platz flog und nie unter Betrugsverdacht stand, mächtig auf die Palme: „Mein Gegenspieler schwingt voll durch, trifft mich leicht“, sagt der 05-Verteidiger, ist empört: „Ich würde niemals runtergehen, wenn es keinen Kontakt gegeben hätte!“
Rexbecaj gesteht „Streifschuss“
Diesen Kontakt, den die Augsburger um Baum nicht gesehen haben wollen, gibt sogar Sünder Elvis Rexbecaj (28) selbst zu, spricht im ZDF-Interview von einem „minimalen Streifschuss“, nach dem Bell „gut gefallen“ sei. Hat der Mainzer also aus der Berührung mehr gemacht, als nötig war? Der Innenverteidiger ehrlich: „Das war jetzt kein Kontakt, der mir den Fuß gebrochen hat – aber das muss auch nicht sein für einen Elfmeter.“ Und er sagt: „Ich glaube auch, dass es einfach fahrlässig war, im Sechzehner so durchzuschwingen.“
Das Problem von Schiedsrichter Patrick Ittrich (47): Der hatte im Spiel „einen ganz klaren Kontakt am Fuß“ nicht nur gesehen, sondern auch gehört, wie er ebenfalls im ZDF erklärt. Und weil es eben auch keine TV-Bilder gab, die hätten beweisen können, dass keine Berührung vorlag, war’s keine krasse Fehlentscheidung und konnte der VAR ihn deshalb auch gar nicht nach draußen schicken, um sich die Situation selbst noch einmal anzusehen.