Dieser Trainer kommt bei Max Kruse (37) und Martin Harnik (38/beide TuS Dassendorf) gar nicht gut an. Seit knapp drei Wochen ist Albert Riera (43) Chefcoach bei Eintracht Frankfurt. Bei den kriselnden Hessen fällt der Toppmöller-Nachfolger seit Amtsübernahme durch sein extrovertiertes Auftreten und seine kernigen Sprüche auf. Das Gesamtpaket gefällt allerdings nicht jedem.
„Vielleicht ist er auch mal drüber. Als Spieler hätte ich so meine Probleme mit dem“, sagt Kruse in seinem Podcast „Flatterball“, den er zusammen mit Ex-Profi Harnik betreibt. Kruse weiter: „Ich habe das Gefühl, er überlegt sich jede Woche etwas Neues, was er auf den Pressekonferenzen sagen kann, um irgendwie richtig aufzufallen. Ich finde, es ist auch ein bisschen zu viel Show.“
Kam aus Celje (Slowenien) nach Frankfurt: Trainer Albert Riera (43)
Max Kruse ledert gegen Eintracht-Trainer Riera
Sein Kumpel wird sogar noch deutlicher. „Er ist schon extrem überheblich und selbstverliebt. Also, was er da los trommelt auf den Pressekonferenzen“, sagt Harnik und ergänzt: „Ich finde das noch nicht mal witzig. Es ist also nicht mal so, dass du sagst: Okay, er ist jetzt einfach ein bisschen speziell. Aber er ist ja von einem anderen Stern überheblich. Das spricht mich auch nullkommanull an.“
Harnik weiter: „Er ist so ein Typ, da bin ich ganz ehrlich, dem gönne ich auch keinen Erfolg. Er bewegt bei mir gar nichts, dass ich sage: Ja okay, superinteressant oder spannender Ansatz. Bei dem denke ich nur so: Okay, ihn sang- und klanglos untergehen zu sehen, wäre schon ganz witzig.“ Rummmmmmmms!
Für den ehemaligen Bundesliga-Stürmer (u.a. Werder Bremen, VfB Stuttgart) ist klar: „Er wirkt halt sehr unsympathisch. Und dann solche Sprüche, dass seine Spieler für ihn von der Klippe springen würden. Da denke ich: Schön, dass du da warst, du kannst irgendwie wieder gehen.“
Harnik weiter: „Er passt nicht zum Frankfurt der letzten Jahre. Ich finde, Frankfurt hat so geil und seriös gearbeitet, hatte so viel Erfolg und spannende Trainer mit Oliver Glasner und Dino Toppmöller. Das waren alles Typen, die für Understatement und ehrliche Arbeit standen. Und jetzt so einer, der so los trommelt und in Deutschland noch gar nichts bewiesen hat. Es ist auf jeden Fall ein Stilbruch der letzten Jahre bei Frankfurt.“ Auch Kruse meint: „Ich finde, er passt nicht in die Bundesliga.“