Schafft er dieses Mal den ganz großen Wurf?
Im 40. Anlauf soll es für Alexander Zverev (28) endlich mit dem ersten Grand-Slam-Titel klappen. Im Halbfinale der Australian Open in Melbourne muss der Hamburger kommende Nacht (4.30 Uhr, Eurosport) gegen Carlos Alcaraz (22) ran. Gegen den Weltranglisten-Ersten ist die Nummer 3 aber nur Außenseiter. Zu dominant sind er und der Italiener Jannik Sinner (24), die Nummer 2 der Welt.
Zverev, der im vergangenen Jahr mit vielen Verletzungen zu kämpfen hatte: „Ich fühle mich gut, ich fühle mich wohl, ich bin schmerzfrei.“ Nicht zuletzt durch die Behandlung bei Ex-Bayern- und Nationalmannschafts-Doc Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (83). Der jagte dem Hamburger laut Zverevs Aussage 77 Spritzen rein, nun scheint er gesund. Inwieweit das tatsächlich so ist, weiß wohl auch Zverev selbst nicht. „Kochen dauern“, sagte er noch vor dem Turnier über Rückenprobleme, die ihn seit Monaten plagen.
Die Vorhand ist eine unfassbare Waffe von Carlos Alcaraz (22)
Im Training haben Alcaraz und Zverev in den vergangenen Tagen schon einen Satz gespielt. Der Spanier: „Das Niveau war wirklich sehr hoch: 7:6. Es war also Tennis auf hohem Niveau, mit hoher Intensität.“ Auch die Partien des Olympiasiegers von 2021 verfolgte er. „Ich war wirklich beeindruckt von seinem bisherigen Niveau. Es wird also ein spannendes Match. Ich weiß, dass sein Aufschlag ziemlich gut ist. Er spielt sehr solide und, wenn möglich, aggressiv in den Ballwechseln von der Grundlinie. Ich werde aber auf jeden Fall bereit sein. Ich freue mich riesig darauf. Ich weiß genau, was ich zu tun habe. Ich werde bestens vorbereitet sein, und ja, wenn er mich schlagen will, muss er sich ganz schön anstrengen.“
Zverev weiß, was auf ihn zukommt. „Es wird kein einfaches Spiel werden. Im Halbfinale eines Grand Slams gibt es keine einfachen Partien.“ In der Bilanz zwischen beiden steht es 6:6. Drei der letzten vier Partien gewann jedoch der Spanier. Es liegt auf jeden Fall Spannung in der Luft. Das frühe Aufstehen in Deutschland sollte sich lohnen.