Riesengedränge bei der Ankunft der Orlando Magic im „Ritz Carlton“ am Potsdamer Platz in Berlin. Im Foyer des Nobel-Hotels dominierten beim Einmarsch der NBA-Stars Jogginghosen, Hoodies und Designertaschen das Bild. Selbst hierzulande weniger bekannte Profis wie Desmond Bane (27) sind Multimillionäre.
In den vergangenen Jahren sind die Gehälter in der NBA explodiert. Das verdeutlicht auch der Vergleich zum Fußball: Topverdiener der Bundesliga ist Bayern-Star Harry Kane (32) mit einem jährlichen Bruttogehalt von rund 25 Mio. Euro. In der NBA verdienen mittlerweile 59 (!) Profis mehr als er!
Anders als in Europa, sind die Mega-Gehälter im US-Sport öffentlich. Top-Verdiener der NBA ist demnach Superstar Steph Curry (37) von den Golden State Warriors mit 59,6 Mio. Dollar! Auf Platz zwei folgen Nikola Jokic (30/Denver Nuggets) und Joel Embiid (31/Philadelphia 76ers) mit je 55,2 Mio. Dollar. Weit dahinter auf Platz 59 steht Jalen Johnson (24/Atlanta Hawks) mit 30 Mio. Dollar. Der deutsche Center Isaiah Hartenstein (27) von Oklahoma City Thunder liegt dann mit 28,5 Mio. Dollar auf Position 60 – umgerechnet 24,4 Mio. Euro – als Erster knapp hinter Kane.
Die Mega-Gehälter der Basketballer: 59 NBA-Stars verdienen sogar mehr als Kane!
Den dicksten Deal bei Orlando hat Weltmeister Franz Wagner (24), dem sein Fünf-Jahres-Vertrag diese Saison 38,6 Mio. Dollar garantiert. Damit ist der Berliner der Topverdiener aller deutschen Sportstars. Die Nummer zwei bei den Magic ist Shooting Guard Bane (36,7 Mio.). Moritz Wagner (28) zählt mit 5 Mio. Dollar eher zu den Kleinverdienern. Bei den Memphis Grizzlies kassiert Skandal-Profi Ja Morant (26) mit 39,4 Mio. am meisten.
Anders als im Fußball sind die 30 NBA-Klubs laut eines Tarifvertrags (CBA) verpflichtet, rund 50 Prozent ihrer Einnahmen an die Spieler auszuschütten. Und die weltweiten Einnahmen aus Übertragungsrechten, Merchandising und Ticketing wachsen. Aktuell befindet sich die NBA im ersten Jahr eines neuen, auf elf Jahre angelegten TV-Deals mit NBC, ABC/ESPN und Amazon Prime, der insgesamt 77 Milliarden Dollar in die Kassen spülen wird. Viel Geld – das auf vergleichsweise wenige Spieler verteilt wird. Denn die NBA beschäftigt „nur“ rund 450 Profis – in der NFL sind es mehr als dreimal so viele.
Sie dominiert alle: Diese Basketballerin ist eine echte Wucht
In der Saison 1984/85 führte die NBA darum zum ersten Mal eine dynamische Gehaltsobergrenze („Salary Cap“) ein. Damals betrug diese 3,6 Mio. Dollar – für die komplette Mannschaft wohlgemerkt! Diese Saison beträgt sie 154,6 Mio. Dollar, wobei sie allerdings gegen Zahlung einer sogenannten „Luxussteuer“ überboten werden kann.
Für viele Team-Besitzer ist das ein guter Deal. Denn auch der Wert der Franchises ist in die Höhe geschossen. Aktuell gelten die Golden State Warriors und die Los Angeles Kings mit einem Marktwert von rund 10 Milliarden Dollar als die wertvollsten Marken der NBA.