Leistungssport und Muttersein – sechs deutsche Sportlerinnen zeigen, dass beides geht!
Janina Hettich-Walz (29/Biathlon)
Biathletin Janina Hettich-Walz wurde im Februar 2025 Mutter. Bei den Olympischen Winterspielen in Italien wird sie wieder an den Start gehen und um Medaillen kämpfen – nur ein Jahr später also. Ein beeindruckendes Comeback, das zeigt, wie gut Leistungssport und Muttersein zusammenpassen.
Gesa Krause (Leichtathletik)
„Es war ein Experiment am eigenen Körper“, sagte Gesa Krause über ihren Rückweg in den Profisport, nachdem Tochter Lola Emilia das Licht der Welt erblickt hatte. Aber auch: „Der weibliche Körper ist ein Powerhouse. Er kann so viel schaffen.“ Ihre Silbermedaille bei der EM über 3000 Meter Hindernis 2024 zeigt das – nur etwas mehr als ein Jahr nach der Geburt.
Gesa Krause (33)
Tatjana Maria (Tennis)
Tatjana Maria zeigte nach der Geburt ihrer Tochter, dass man als Mutter wieder durchstarten kann. 2022 erreichte sie das Wimbledon-Halbfinale, und 2023 gewann sie sensationell das WTA-Turnier in Queens. Die Nummer 42 der Welt sagte zu BILD: „Das Wichtigste ist die Familie, Tennis ist die Nummer 2.“
Tatjana Maria (38)
Isabel Lohau (Badminton)
Sechs Monate nach der Geburt ihres Sohnes stand Isabel Lohau, 2022 WM-Bronze-Gewinnerin, wieder in der Badminton-Bundesliga. Sie forderte mehr Verständnis für Schwangerschaften im Profisport, speziell im Bereich Sponsoring: „Schwangerschaften sind in vielen Verträgen nicht explizit verankert.“ Ihre nächsten Ziele: die EM im April in Spanien und die WM im August in Indien.
Isabel Lohau (33)
Dajana Eitberger (Rodeln)
Dajana Eitberger, eine der erfolgreichsten Rodlerinnen aller Zeiten mit acht WM-Medaillen, brachte 2020 ihren Sohn Levi zur Welt. Sie erklärte: „Manchmal scheint es schwierig, sich für Familie und gegen den Sport zu entscheiden. Ich sage ganz klar: Es geht beides.“ Bei den Winterspielen in Cortina startet sie im Doppelsitzer.
Dajana Eitberger (35) und Magdalena Matschina (20) im Rodel-Doppelsitzer
Elena Semechin (Schwimmen)
„Mein größtes Wunder.“ So beschrieb Schwimm-Star Elena Semechin die Geburt ihres Sohnes Klaus Philipp im September 2025. 2021 die Schock-Diagnose: Hirntumor. Es folgte eine OP und Chemo, dann feierte sie in Paris mit Gold ein Sensations-Comeback und wurde mit dem SPORT BILD-Award in der Kategorie Paralympics ausgezeichnet.
Almuth Schult (34/Fußball)
Almuth Schult, die bereits Mutter von Zwillingen ist, wechselte 2022 vom VfL Wolfsburg in die USA zum Angel FC, einem Fußballklub, der mehrheitlich von Frauen gegründet und finanziert wurde. 2019 gewann sie mit den Wölfinnen das Double und bestritt 66 Länderspiele. Heute ist sie Mutter von vier Kindern und beendete 2025 ihre Karriere.