Jetzt ist klar, dass Nürnbergs Nachwuchschef Michael Wiesinger (53) den FCN nach sechs Jahren verlassen wird. Wiesinger wird spätestens zur neuen Saison sportlicher Leiter des Bayern-Campus und kümmert sich dann um den Nachwuchs des deutschen Rekordmeisters (BILD berichtete). Sein Abschied hinterlässt in Nürnberg eine große Lücke!
Sportvorstand Joti Chatzialexiou (49) bestätigte auf BILD-Nachfrage Wiesingers Abgang, wollte sich aber nicht zum genauen Zeitpunkt des Wechsels äußern. Auch, weil unter anderem darüber noch mit den Bayern gesprochen werden muss. Was aber jetzt schon klar ist: Eine Ablöse wird es für Wiesinger nicht geben – unabhängig vom Zeitpunkt des Wechsels. Chatzialexiou: „Michael ist so ein verdienter Mitarbeiter. Wenn er dann aus persönlichen Gründen eine Entscheidung trifft, weil er die Möglichkeit hat, zu einem Verein wie dem FC Bayern München zu wechseln, dann legt man ihm keine Steine in den Weg.“
Ob aber überhaupt eine Abfindung fällig werden würde, ist ohnehin fraglich. Denn nach BILD-Infos besitzt Wiesinger einen unbefristeten Vertrag, für den eine „normale“ Kündigungsfrist gilt.
Die Suche nach einem Nachfolger läuft an
Über einen möglichen Nachfolger möchte sich Chatzialexiou aktuell noch nicht äußern. Die logischste Lösung liegt mit Dieter Frey (53) aber auf der Hand. Denn Frey war zusammen mit Wiesinger schon das Herzstück der Nürnberger Nachwuchsarbeit und ist bestens mit den vorhandenen Strukturen vertraut.
Die Fußstapfen, die Wiesinger am Valznerweiher hinterlässt, sind groß. Unter ihm hat der FCN-Nachwuchs in den letzten Jahren auch bundesweit wieder deutlich an Renommee gewonnen. Diesen Status zu erhalten, wird sicher keine einfache Aufgabe.