Kanzler Merz beklagt sich über fehlendes deutsches Brot in Angola. Die BVB-Bosse trotz Weihnachts-Platz 2 über mangelnde Wertschätzung für die Leistungen ihrer Stars.
Ist Borussia Dortmund das Opfer eines künstlichen Empörungs-Trends (Stichwort: ‚Bei uns ist das Glas immer halb leer‘)? Wo steht der stolze Pottklub nach dem letzten Liga-Sieg des Jahres gegen Mönchengladbach (2:0) wirklich?
So viel Teaser darf sein: Das Jahr 2025 gehört in jeglicher Hinsicht zu den brisantesten der Vereinsgeschichte.
Karl jetzt 60 Mio. wert: „Deshalb sind die irren Summen gerechtfertigt!“
Von unbequem bis überraschend – 10 BVB-Wahrheiten zum Fest!
Keine Sorge, Herr Sammer, hier wird garantiert nichts „verwischt“…
1. Der BVB mutiert zum Mauer-Monster!
Vom einstigen Torfresser-Klub hat sich Borussia mit Bessermacher-Trainer Niko Kovač (54) zur Defensiv-Macht entwickelt. Folge: die sensationelle Qualifikation zur Champions League im Mai und – Stand jetzt – nur 12 Gegentore in der Liga. Nach 15 Spieltagen kassierte der BVB zuletzt in den Meister-Jahren mit Klopp 2011 und 12 weniger Gegentreffer (jeweils 9). Der Kovac-Fußball ist nicht sexy, aber effektiv! Wahr ist auch: Im Vergleich zur Vorsaison hat Schwarz-Gelb nach 15 Spieltagen 7 Punkte mehr auf dem Konto, nur Hoffenheim (+12) steigerte sich noch mehr.
2. Dortmund ist zu viel Wellnessoase!
Wenn Chef-Berater Matthias Sammer (58/„Dortmund ist harmoniesüchtig!“) lässig im tiefen Talkshow-Möbel sitzend seinen Arbeitgeber seziert und Heimlich-Kapitän Nico Schlotterbeck (26/„Die Spieler, die reinkommen, verlieren jeden Ball!“) die eigenen Kollegen im Live-TV filetiert, gefriert 95 Prozent der Klub-Angestellten das Blut! Motto: ’Wie können die nur den eigenen Laden anzünden!’ Richtiger wäre die Reaktion: Endlich durchbricht mal jemand die unkritische Wellness-Atmosphäre – aber müssen die das echt im Fernsehen machen? Sicher ist: Nur aus Reibung entstehen vielleicht auch mal wieder Topspiel-Siege in Serie, Endlos-Gier und Resilienz. Zu gerne würde man allerdings wissen, wohin sich der BVB unter einem Sport-Boss Sammer entwickeln würde. Aber diese Herausforderung verweigert der Ex-Meister-Trainer und -Spieler ja standhaft …
Matthias Sammer (58) ist Berater beim BVB, legt auch im TV als Experte den Finger in die Wunde
3. In Europa heißt der Kovac-BVB Tor-Maschine!
Während die Kovac-Elf in der Liga den Beweis noch schuldig ist, dass man auch offensiv nachhaltig begeistern kann, böllert sich der BVB durch die Champions League. 19 Tore hat nach 6 Spielen von allen 36 Teams sonst nur Paris geschafft. Top-Wert, trotzdem muss Borussia vor den letzten Spielen gegen Tottenham (20.1.) und Inter Mailand (28.1.) um die Direkt-Quali zur K.o.-Runde zittern.
4. Dortmund hat keinen Titel-Kader!
Raus im Pokal (0:1 gegen Leverkusen), raus aus dem Meisterkampf (6 bis 9 Punkte hinter Bayern). Die Saison 25/26 wird zu 95 Prozent wieder ein titelloses Jahr für den BVB. Wahr ist: Durch die enormen Einnahme-Differenzen im Vergleich zum FC Bayern (Kader-Marktwert: fast 1 Mrd. Euro), beginnt die Zweiklassengesellschaft in der Bundesliga inzwischen bei Platz 2. Die Kernfrage für Kovač und die Bosse: Ist der aktuelle Kader (Wert: 500 Mio. Euro) stark genug, um nach der erfolgreichen Stabilisierung der Defensive jetzt auch offensiv das nächste Level zu erreichen und Bayern ernsthaft zu gefährden? Urteil: weniger! Der BVB benötigt im Sommer den nächsten Umbruch und dringend neue Unterschiedsspieler.
5. Borussia ist fitter und gesünder als je zuvor!
Wurde man in den letzten Spielzeiten speziell im Herbst und Winter immer wieder durch viele Verletzungen bei der Zielerreichung aus der Bahn geworfen, ist der Kader unter Disziplin-Guru Kovač fitter und gesünder denn je. Begünstigt durch eine Neustrukturierung in den Bereichen Athletik, Reha und Medizin fehlen dem Klub zum Jahresende mit Abwehrboss Anton und Anselmino nur zwei Profis.
Niko Kovač (54) ist seit Februar 2025 Trainer beim BVB, hat noch einen Vertrag bis Juni 2027
6. Dortmund fehlt zu oft das Killer-Gen, Adeyemi die Impulskontrolle!
Defensiv stabil, aber in der Crunchtime zu fahrig! Der BVB kassiert entschieden zu viele Last-Minute-Wirkungstreffer wie gegen St. Pauli (3:3), HSV (1:1), Stuttgart (3:3), Freiburg (1:1), Juve (4:4) und Bodø/Glimt (2:2). Schon 5 Liga-Unentschieden sind bei nur einer Pleite der Hauptgrund für Dortmunds K.o. im Meisterkampf. Dazu kommt: Schwächelt Torjäger Serhou Guriassy (29/seit über 9 Liga-Stunden torlos), krankt der BVB. Nicht genug: Offensiv-Star Nr. 2, Karim Adeyemi (23), beschert seinem Klub durch immer neue Vorfälle von fehlender Impulskontrolle (Flaschenwurf und Wechsel-Protest) Unruhe zur Unzeit. Als WM-Kandidat muss er seine Emotionen dringend in den Griff bekommen, sonst lässt ihn Nagelsmann garantiert daheim. Stark deshalb das Signal von Sportdirektor Kehl, der sofort nach Adeyemis Gladbach-Ausraster eine Geldstrafe angekündigt hat…
7. Schlotterbeck muss bis 2027 bleiben!
Bayern, Real, Barca – der Vertragspoker mit Leuchtturm-Spieler Schlotterbeck droht im neuen Jahr zur explosiven Hängepartie für das Team zu werden (BILD berichtete). Spätestens, wenn das Minimalziel (Platz 4) über diesen Unruheherd in Gefahr gerät, müssen die Bosse Lars Ricken (49) und Sebastian Kehl (45) radikal denken. Mögliche Lösung: Sie verkünden frühzeitig, dass der Nationalspieler definitiv nicht vor Vertragsende 2027 gehen darf, und verzichten damit auf eine mögliche Sommer-Ablöse von bis zu 50 Mio. Euro.
Bleibt er, oder geht er? Der Vertragspoker um Nico Schlotterbeck (26) ist seit Wochen ein beherrschendes Thema bei den Schwarz-Gelben
8. Der Fall Bellingham spaltet den BVB!
Im Training Weltmeister, im Spiel zu oft Mitläufer. Der Fall Jobe Bellingham (20/Ablöse: 30,5 Mio. Euro) spaltet den Klub. Während die Bosse weiter überzeugt von ihrem Investment (logisch) sowie dem Talent des Bruders von Weltstar Jude (22/Real) sind, sollen erste Kollegen Bellinghams Auftritte nach 27 Pflichtspieleinsätzen zunehmend kritisch sehen. Die Hoffnung: Reifezeit und „Ich-habe-noch-alle-hinbekommen“-Coach Kovač. Sollte es bis zum Sommer keine Trendwende geben, ist ein Transfer nicht auszuschließen.
9. Dortmund benötigt echte Einheit!
Auch zu Klopp-Zeiten waren sich die Bosse mal uneins, haben hinter der Bühne gestritten und impulsiv diskutiert. Unterschied: nur wenig drang nach draußen. Lästereien waren tabu, Leistung das ultimative Ziel. Von diesem Kurs ist der BVB in den vergangenen Jahren abgekommen. Misstrauen und Neid sind zu oft greifbar. Nur, wenn die neue Führung um Cramer, Ricken, Kehl und Sammer als echte Einheit und Vorbild vorangeht, kann diese alte Dortmunder Stärke wiederbelebt werden. Zur Erinnerung: Es war damals der ausschlaggebende Trumpf in den Titel-Duellen mit Bayern …
Das Triumvirat des BVB: der Sprecher der Geschäftsführung Carsten Cramer (56), Sportdirektor Sebastian Kehl (45) und Lars Ricken (49)
10. In 2025 war Dortmund mehr wie Borussia Las Vegas!
Wenn Bayern in den 90ern der FC Hollywood war, dann gebührt dem BVB für das Jahr 2025 nach allen Unterhaltungsfaktoren der Titel Borussia Las Vegas. Präsidenten-Machtkampf, Adeyemis Waffen-Affäre (Stichwort: Mystery Box), Missbrauchsskandal, verweigerte Handschläge (Guirassy/Kovač, Schlotterbeck/Kehl), verpuffte Titel-Ansagen (Ricken und Beier), Flaschen-Wurf, System-Kritik (Brandt), Katakomben-Zoff (Kobel/Ryerson), Kabinen-Sturm (Vadder Bellingham), Adeyemi-Explosion usw.
Wenn sich beim BVB ernsthaft noch jemand fragen sollte, warum das Jahr so kräftezehrend war – darum!
Mit dem Gladbach-Sieg haben sich die BVB-Stars das schönste Stimmungs-Geschenk last minute selbst gemacht. Frohes Fest!