Wer hätte mit solch einem spektakulären Last-Minute-Deal gerechnet?
Werder schnappt sich Leverkusens Stürmer-Star Victor Boniface (24). Der Nigerianer wird für ein Jahr ohne Kaufoption von Vize-Meister Leverkusen ausgeliehen, der sich am Gehalt (ca. 4 Mio. Euro) beteiligt. Dort war der Torjäger hinter Patrik Schick und Neuzugang Christian Kofane zuletzt nur noch Angreifer Nr. 3. Beim spektakulären 3:3 in Bremen kam Boniface (Vertrag bei Bayer bis 2028) nicht zum Einsatz. Auch die Entlassung von Trainer Erik ten Hag am Montag hat an seiner Perspektive nichts geändert.
Manager Clemens Fritz: „Wir haben bei ihm in den Gesprächen eine große Lust gespürt. Er hat Bock, bei uns im Stadion für Werder zu spielen. Das hat er uns glaubhaft vermittelt. Er hat uns ein gutes Gefühl gegeben.“
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Überraschung perfekt: Werder holt Boniface
Boniface war einer der wichtigsten Spieler der grandiosen Double-Teams von 2024. Allerdings lief es für den wuchtigen, aber sehr verletzungsanfälligen Stürmer seitdem nicht. Im Januar war ein Wechsel zu Al-Nassr (Saudi-Arabien) gescheitert, vor gut einer Woche sein Transfer nach Mailand. Bei Milan fiel er durch den Medizincheck. Zwei Kreuzbandrisse aus seiner Zeit bei Bodø/Glimt (Norwegen) stehen bereits dick in seiner Krankenakte.
Der Grund, warum ein weiterer Bundesligist zwar über einen Deal mit Boniface (Marktwert: 40 Mio. Euro) nachdachte, aber wegen der schweren Knieverletzungen und langer Pausen lieber einen Bogen um den Transfer machte.
Werders Not am letzten Transfer-Tag war jedoch zu groß. Deshalb schlugen die Bremer zu, nachdem ein Bremer Arzt vor Ort Boniface untersucht hatte und den Daumen hob. Fritz: „Wir haben den Medical-Check in Leverkusen gemacht und ihn dort unter die Lupe genommen.“
Werder hofft nun, dass Boniface (trainierte am Mittag noch in Leverkusen) gesund bleibt und zu alter Topform zurückfindet.
Der neue Werder-Stürmer: „Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mich überzeugt, den Wechsel zu Werder zu machen. Ich möchte mit meinen Leistungen dazu beitragen, dass wir unsere gemeinsamen Ziele in dieser Saison erreichen können. Ich freue mich auf mein neues Team und die Zeit bei Werder.“
Für die Bremer endet damit auf den allerletzten Drücker die fast unendliche und von zahlreichen Fehlschlägen gekennzeichnete Stürmer-Suche mit einer spektakulären Verpflichtung.