Stuttgart hat seinen Football-Traum wahr gemacht!
Vor 36.784 Fans in der MHP Arena holten die Stuttgart Surge am Sonntag die Krone der European League of Football – mit 24:17 gegen die Vienna Vikings. Erstmals seit der Gründung der Liga 2021 kommt die Trophäe in die baden-württembergische Landeshauptstadt.
Headcoach Jordan Neuman und Quarterback Reilly Hennessey führten die Surge im dritten Anlauf endlich zum ersehnten Titel. In der MHP Arena des VfB Stuttgart stieg das wichtigste Football-Spiel des Kontinents – und die Hausherren holten sich den Titel „dahoim“.
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„Herzliche Gratulation an Stuttgart Surge. Sie haben ein überragendes Jahr hingelegt und die ELF-Trophy verdient gewonnen. Glückwunsch auch an die Vienna Vikings für eine tolle Saison“, sagte ELF-Geschäftsführer Zeljko Karajica.
Die Partie begann rasant: Reece Horn brachte die Vikings mit einem Touchdown in Führung, Kicker Dennis Tasic legte mit Extrapunkt und Field Goal nach. Doch Stuttgart antwortete eiskalt. Louis Geyer fing einen starken Pass, Timo Bronn verwandelte sicher. Danach tankte sich Kari Pajarinen für Wien in die Endzone, erneut traf Tasic. Doch Geyer schlug zurück – sein zweiter Touchdown, Bronn erhöhte. Zur Pause stand es 17:14 für die Vikings.
European League of Football: Stuttgart Surge schreibt Geschichte im „eigenen“ Stadion
In der Halbzeit trat dann das zweite „Heim-Team“ des Tages auf das Programm in der mit 36.784 Zuschauern gut gefüllten Arena.
Die Hip-Hop-Legenden der Fantastischen Vier gaben ein Mini-Konzert in der Cannstatter Kurve – ein besonderer Moment für die bekennenden VfB-Fans.
Scheint die Surge inspiriert zu haben, Stuttgart kam wie ausgewechselt zurück. Bronn glich per Field Goal aus, dann schrieb Geyer endgültig Geschichte: Sein dritter Touchdown, plus Bronn, brachte die Surge erstmals in Führung. Das 24:17 gaben die Schwaben nicht mehr aus der Hand.
„Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft und jeden Einzelnen, der sein Herzblut für diese Franchise gibt. Wir haben extrem hart gearbeitet, um für diesen Moment bereit zu sein. Und wir waren zum richtigen Zeitpunkt voll da“, jubelte Neuman. Für die Vikings war es die zweite Endspiel-Niederlage in Serie nach 2024 gegen Rhein Fire.
Schon am Samstagabend hatte Stuttgart als Gastgeber der ELF-Honors geglänzt. Reid Sinnet von den Madrid Bravos wurde als „Most Valuable Player“ ausgezeichnet, Kendral Ellison von den Munich Ravens als „Coach of the Year“. Aron Cruickshank (Madrid Bravos) holte den Titel „Offensive Player of the Year“, AJ Wentland (Panthers Wroclaw) wurde „Defensive Player of the Year“.
Die fünfte ELF-Saison endet damit mit einem historischen Triumph – und Stuttgart Surge ist erstmals Champion Europas.