Papst Leo XIV. hat den Chicago White Sox mit einem offiziellen Schreiben zum Play-off-Auftakt gegen die Houston Astros gratuliert und der Mannschaft den Segen erteilt. Das Team gewann die Partie am Dienstagabend mit 6:3 und sicherte sich damit einen wichtigen Vorteil in der Best-of-Three-Serie der Major League Baseball.
Schreiben aus dem Vatikan erreicht das Team am Spieltag
Das Schreiben des Kirchenoberhaupts ging am Dienstag bei der Organisation in den Vereinigten Staaten ein und wurde von der Mannschaft über deren Social-Media-Kanäle veröffentlicht. Der Brief, datiert auf den 9. September, war direkt an den Eigentümer der Franchise, Jerry Reinsdorf, gerichtet. Darin betonte Papst Leo XIV. seine lebenslange Verbundenheit zu dem Club aus Illinois und erbat von ganzem Herzen den reichen Segen des Allmächtigen für die Spieler, deren Familien und alle Beteiligten.
Im Mittelpunkt der päpstlichen Zeilen stand zudem die gesellschaftliche Kraft des Sports. Der Papst hob die Fähigkeit der Chicago White Sox hervor, durch den Profisport Bande der Freundschaft und Solidarität zu knüpfen sowie Wege für ein friedliches Miteinander zu ebnen. White-Sox-Coach Will Venable zeigte sich von der Unterstützung aus dem Vatikan tief beeindruckt und erklärte, dass es dem gesamten Kader viel bedeute zu wissen, dass der Papst hinter ihnen stehe.

Historisches Omen erinnert an die World Series von 2005
Für viele Anhänger der Franchise hat der sportliche Erfolg im Anschluss an den Brief eine historische Parallele. Vor 21 Jahren, als der heutige Papst noch unter seinem bürgerlichen Namen Robert Prevost beziehungsweise als „Father Bob“ bekannt war, erlebte er die erfolgreiche Endrunden-Runde der Mannschaft hautnah als Zuschauer. Damals starteten die White Sox ebenfalls mit einer Serie gegen die Houston Astros in die Finalrunde und holten am Ende den Titel in der World Series 2005, der bis heute den letzten Meisterschaftserfolg der Franchise markiert.”
Auf Fragen amerikanischer Medien während einer Reise nach Frankreich, ob er von höherer Stelle Einfluss auf die sportliche Wende genommen habe, antwortete der Pontifex mit einem schmunzelnden „No comment“. Gleichzeitig betonte er jedoch seine große Zufriedenheit mit den jüngsten Ergebnissen des Teams aus der American League, das in den vergangenen Jahren sportlich oft zu den schwächeren Mannschaften der Major League Baseball zählte.”
Verbindung zum Sport und päpstliche Fanartikel
Die Zuneigung des Papstes zum Baseballsport und speziell zu den Chicago White Sox ist seit Jahrzehnten bekannt und macht das Kirchenoberhaupt neben Persönlichkeiten wie dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama zu einem der prominentesten Anhänger des Clubs. Bereits im August machte die Verbindung international Schlagzeilen, als die Franchise eine spezielle, vom Papst inspirierte Fan-Kappe herausbrachte. Die Kopfbedeckung erinnerte an eine schwarze bischöfliche Mitra mit weiß-goldenen Verzierungen und zeigte das traditionelle Logo einer weißen Socke auf schwarzem Grund. Aufgrund des massiven Interesses entschied sich der Verein damals, die Kappen an alle Zuschauer im Stadion auszugeben.
Mit dem 6:3-Erfolg im Auftaktspiel gegen die Astros benötigen die White Sox nun noch einen weiteren Sieg, um die nächste Runde der Nachsaison zu erreichen und den Traum vom ersten Titel seit 2005 am Leben zu halten.
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