Der Brandenburgische Judo-Verband e.V. hat seine jüngsten Trainerfortbildungen für die Lizenzstufen A und B erfolgreich abgeschlossen. Im Zentrum der Ausbildungsmaßnahmen standen praxisnahe methodische Ansätze und aktuelle sportfachliche Standards zur Weiterentwicklung des Judosports in der Region. Die Qualifizierungsmaßnahmen deckten ein breites Spektrum ab, das von modernen Taktikkonzepten im Standkampf bis hin zu wichtigen regulatorischen und präventiven Themen reichte.
Kumi-kata-Strategien prägen den modernen Standkampf
Ein zentraler Schwerpunkt der Weiterbildung lag auf modernen Kumi-kata-Strategien, also dem systematischen Griffkampf im Judo. Trainerinnen und Trainer analysierten, wie taktische Griffmuster den Übergang von der Eröffnungsphase zum erfolgreichen Wurf vorbereiten. Der Verband setzte damit auf einen Bereich, der im internationalen Leistungssport längst über die Vergabe von Wertungen entscheidet. Die Teilnehmer beschäftigten sich intensiv damit, wie Athleten unterschiedlicher Stilrichtungen kontrolliert werden können, ohne dabei unnötige Strafen wegen passiven Verhaltens zu riskieren.
Methodischer Aufbau von Ashi-waza Techniken
Neben dem Griffkampf stand die Methodik für Ashi-waza Techniken im Mittelpunkt der praktischen Einheiten auf der Matte. Fuß- und Beinwürfe erfordern ein extrem präzises Timing, die richtige Gewichtsverlagerung und ein feines Gespür für die Bewegung des Partners. Die Referenten zeigten schrittweise Lernwege auf, wie komplexe Bewegungsabläufe verständlich vermittelt und über verschiedene Schwierigkeitsstufen hinweg stabilisiert werden können. Trainer erhielten konkretes methodisches Rüstzeug, um die Koordination ihrer Schützlinge gezielt zu verbessern.
Kinderschutz und Nachwuchsbetreuung im Fokus
Über den rein leistungssportlichen und technischen Tellerrand hinaus widmete sich das Fortbildungsprogramm intensiv dem Kinderschutz im Sport. Der Brandenburgische Judo-Verband e.V. unterstreicht damit die gesellschaftliche und soziale Verantwortung, die Trainer im täglichen Vereinsleben tragen. Vermittelt wurden praxisnahe Handlungsempfehlungen zur Prävention von grenzverletzendem Verhalten, zum Aufbau eines sicheren Vereinsklimas und zum korrekten Umgang mit sensiblen Verdachtsfällen. Derartige Schulungsinhalte gehören mittlerweile zum festen Fundament jeder qualifizierten Lizenzverlängerung.
Differenzierung im Kyu- und Dan-Programm
Ein weiterer wichtiger Programmpunkt behandelte die genauen Niveaustufen im Kyu- und Dan-Programm. Die Trainerinnen und Trainer diskutierten die einheitliche Auslegung der Prüfungsanforderungen für Schüler- und Meistergrade. Ziel dieser Einheiten war es, eine hohe und transparente Qualität bei Gürtelprüfungen in den brandenburgischen Vereinen sicherzustellen. Durch die genaue Bestimmung technischer Leistungskriterien sollen Prüfer künftig noch objektiver und einheitlicher bewerten können.
Nächste Schritte im Verbandskalender
Mit dem Abschluss dieser Fortbildungsreihe treibt der Brandenburgische Judo-Verband e.V. die langfristige Qualitätssicherung in der Übungsleiterarbeit voran. Die nächsten offiziellen Termine und Lehrgangsangebote für das laufende Sportjahr werden zeitnah über die offiziellen Kommunikationskanäle des Verbandes bekannt gegeben. Interessierte Vereinsmitglieder und Lizenzinhaber finden dort alle weiteren Details zu kommenden Prüfungen und Fortbildungsmodulen.
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