Der FC St. Pauli wartet seit Februar auf einen Sieg und steckt nach einer Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern tief im Tabellenkeller der 2. Bundesliga fest. Die Hamburger mussten sich zum Auftakt der neuen Spielzeit weiter gedulden, während auch Darmstadt im Tabellenkeller verharrt.
Wettbewerbsübergreifende Durststrecke hält an
Seit dreizehn Spielen wartet der FC St. Pauli wettbewerbsübergreifend auf einen Erfolg. Nach dem Abstieg aus der Bundesliga ist der Verein auch im Unterhaus schwer in die Spur gekommen. Die „Kiezkicker“ hängen im Tabellenkeller fest, nachdem auch das Duell gegen Kaiserslautern keinen Befreiungsschlag brachte.”
Trainer Marcel Rapp und seine Mannschaft suchten händeringend nach Lösungen, um die anhaltende Ergebniskrise zu beenden. Zum Saisonstart sammelte das Team lediglich magere Zähler: Einem 1:1 gegen Greuther Fürth und einem 2:2 bei Holstein Kiel folgte am vergangenen Wochenende ein enttäuschendes 0:2 im DFB-Pokal bei Rot-Weiss Essen. „Dort haben wir beide Gegentore nach Flanken bekommen. Das war unter der Woche natürlich noch mal Thema unserer Analysen im Training“, erklärte Trainer Rapp zu den defensiven Problemen der Hamburger. „Wir sind bislang nicht glücklich mit den Ergebnissen und bekommen zu viele Gegentore.“””
Personalhoffnungen und Verletzungssorgen
Vor dem Aufeinandertreffen mit den „Roten Teufeln“ ruhten viele Hoffnungen auf Torjäger Abdoulie Ceesay, der vor seinem Comeback stand. Der Stürmer aus Gambia hatte sich im Juli 2026 während des Trainingslagers in Österreich im Testspiel gegen den kroatischen Club HNK Gorica am rechten Sprunggelenk verletzt. „Erfreulicherweise ist Ceesay wieder eine Option“, sagte Rapp vor der Partie und betonte, dass der Angreifer die ganze Woche trainiert habe. Dennoch dämpfte der Coach die Erwartungen: „Eine Halbzeit sollte gehen. Ob die erste oder die zweite, werden wir sehen. Wir wollen ihn nicht verheizen.“”””
Auch die Situation um Eric Smith beschäftigte den Verein. Der Schwede galt als wechselwillig, fand jedoch bis zum Ende der Transferperiode keine konkreten Angebote anderer Vereine, weshalb ein Verbleib in Hamburg wahrscheinlich wurde. „Eric hat nach der WM jetzt fünf Wochen mit uns trainiert. Er hat wieder einen Schritt nach vorn gemacht“, beschrieb Rapp die Verfassung des Spielers.”
Zudem verstärkte sich St. Pauli im Offensivbereich. Der 20-jährige Youssoupha Niang wurde bis zum Saisonende vom 1. FC Köln ausgeliehen. Sportchef Andreas Bornemann begründete die Leihe: „Youssoupha ist ein physisch starker Spieler, der unsere Möglichkeiten in der Offensive nochmals deutlich erweitert, weil er sowohl im Sturmzentrum als auch auf dem Flügel agieren kann.“”
Kaiserslautern reist mit stabiler Defensive an
Gegner Kaiserslautern präsentierte sich vor dem Duell defensiv äußerst kompakt. Die Pfälzer blieben in der laufenden Zweitliga-Saison ohne Gegentor und absolvierten zwei torlose Partien gegen Wolfsburg und den Karlsruher SC. Im DFB-Pokal setzte sich das Team zudem mit 1:0 nach Verlängerung bei Waldhof Mannheim durch. „Kaiserslautern verteidigt gut“, erkannte Rapp an, schob aber kämpferisch hinterher: „Trotzdem erwarte ich einen Sieg.“””

Für St. Pauli bleibt die Situation im Unterhaus angespannt. Die Fans und Verantwortlichen hoffen nun darauf, dass die personellen Rückkehrer und Neuzugänge den ersehnten Wendepunkt einleiten und die lange Sieglos-Serie endgültig beenden.
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