Es ist selten leicht, man muss sich erarbeiten, dass es leicht aussieht,
sagte Jonathan Tag nach der Partie im Sportschau-Interview. Der FC Bayern München setzte sich am Mittwochabend in der Allianz Arena mit 6:1 (2:1) gegen den 1. FC Magdeburg durch und zog damit standesgemäß ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein. Die dominante Leistung des Rekordmeisters gegen den mutigen Zweitligisten gelang dabei ohne den frisch gekürten Ballon-d’Or-Gewinner Harry Kane, dem nach seiner Auszeichnung unter der Woche eine Pause eingeräumt worden war.
Frühe Magdeburger Gegenwehr und Spielverlauf
Der Start verlief zunächst nach Plan für die Münchener, als Ismael Saibari nach Vorlage von Lennart Karl den Ball zu Michael Olise querlegte, der in der 10. Minute das leere Tor zur Führung traf. Der Underdog aus Magdeburg zeigte sich jedoch unbeeindruckt und agierte im Ballbesitz mutig. Nur fünf Minuten später dribbelte Mateusz Zukowski von der linken Seite ins Zentrum und versuchte es aus 22 Metern, wobei sein Schuss von Hiroki Ito so unglücklich abgefälscht wurde, dass Bayern-Torwart Jonas Urbig machtlos war – der überraschende Ausgleich zum 1:1 in der 15. Minute.
Die Bayern schlugen jedoch noch vor dem Pausenpfiff zurück: Olise setzte Saibari mit einem präzisen Pass ein, und dieser chippte den Ball am Magdeburger Schlussmann Dominik Reimann vorbei zur erneuten Führung (21.). Kurz vor der Halbzeit wäre dem Underdog durch Baris Atik beinahe der erneute Ausgleich gelungen, doch sein Schuss von Linksaußen landete nur am Pfosten (45.+2).
Entscheidung durch Joker und nächste Aufgaben
Nach dem Seitenwechsel sorgten die Münchner schnell für klare Verhältnisse. Der eingewechselte Alphonso Davies wurde im Strafraum von Pierre Nadjombe festgehalten, und Olise verwandelte den fälligen Elfmeter in der 50. Minute per sicherem Lupfer zum 3:1.
Durch den deutlichen Erfolg tankte der Rekordpokalsieger Selbstvertrauen für das anstehende Topspiel. Am kommenden Samstag empfängt der FC Bayern München Borussia Dortmund zum „Klassiker“, bei dem Harry Kane wieder auf den Platz zurückkehren wird.”
Stimmen und historische Einordnung
Vor der Begegnung hatte der FCM nach einem starken Auftritt gegen den Karlsruher SC mit vier Zweitliga-Heimsiegen in Serie und dem höchsten Zweitliga-Sieg der Vereinsgeschichte neue Bestmarken aufgestellt. Intern spielte der schier übermächtige Gegner im Vorfeld laut Trainer Petrik Sander keine Rolle, da man das Thema Bayern München zuvor nullkommanull behandelt hatte. Der 65-Jährige betonte, dass viele Spieler das Fluidum in der Allianz-Arena noch nicht kannten und dort eine kleine andere Welt vorfanden. Auch wenn der eingewechselte Alexander Nollenberger das Duell nach Schlusspfiff mit den Worten Es hat Spaß gemacht und angeführt wie im Film
beschrieb, änderten die sechs Gegentore in München nichts an der Vorfreude auf die kommenden Wochen, in denen der aktuell sechstplatzierte FCM am Samstagmittag (13 Uhr) auswärts auf den Tabellenletzten Darmstadt 98 trifft.

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