Fabienne Binder vom JC Neuwied erkämpfte bei den Veteranen-Weltmeisterschaften im bosnischen Sarajevo die Bronzemedaille in der Altersklasse F1 bis 48 Kilogramm.
Spitzenkämpfe gegen WM-Medaillengewinnerinnen
Auf internationaler Bühne trat die Neuwiederin gegen hochkarätige Konkurrenz an und zeigte von Beginn an, dass sie sich vor der internationalen Spitzenklasse nicht verstecken muss. Ein extrem ausgeglichenes Duell gegen eine spätere Vize-Weltmeisterin verlief über die komplette reguläre Kampfzeit, ohne dass eine Wurf- oder Bodentechnik eine Wertung brachte. Die Entscheidung fiel erst im Golden Score und letztlich aufgrund einer dritten Bestrafung wegen Passivität.
Auch gegen die spätere Weltmeisterin aus Italien zeigte Binder eine engagierte Leistung. Sie brachte ihre Kontrahentin durch eine gut angesetzte Bodentechnik in eine vielversprechende Lage, konnte dafür jedoch keine Wertung erzielen. Im weiteren Kampfverlauf musste sie sich zweimal der Spezialtechnik der Italienerin geschlagen geben.

Handgelenkbruch und Rückkehr zum JC Neuwied
Im Verlauf der Begegnung gegen die Italienerin zog sich Binder eine Verletzung am Handgelenk zu. Trotz der zunehmenden Beschwerden setzte sie den Kampf fort und beendete die Begegnung. Eine anschließende Untersuchung ergab einen Bruch des Handgelenks.
Am Ende stand für Binder WM-Bronze zu Buche. Damit zahlten sich ihr starker Auftritt sowie die intensive Vorbereitung bei den Veteranen-Weltmeisterschaften für sie aus. Die Wettkampftage in Sarajevo waren für sie nicht nur sportlich eine besondere Erfahrung, sondern machten die Weltmeisterschaft durch das Messen mit Athletinnen, die anschließend um den Weltmeistertitel kämpften, und das Agieren auf Augenhöhe zu einem besonderen Höhepunkt ihrer bisherigen Judo-Laufbahn. Im Anschluss reist Fabienne Binder mit der Bronzemedaille im Gepäck zurück zum JC Neuwied – womit dieser WM-Erfolg angesichts der erlittenen Verletzung und der starken internationalen Konkurrenz ganz besondere Bedeutung erlangt.
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